Gerhards Matchbericht SC Wiener Viktoria – Wiener Sportclub

Gerhard – Ein VIKTORIANER on Tour

Na endlich ist es soweit. Das ganze Jahr freuten wir uns auf dieses Heimspiel. Der Wiener Sportclub kam auf Besuch. Das Spiel des Jahres, der beste Besuch, die beste Stimmung und die längste Nacht. Emotionen der Vorfreude – Fanherz, was wünscht du

dir mehr!

Das Wetter sollte auch passen. Am Nachmittag waren zwar ein paar kurze Schauer angesagt, aber für den Showdown war ideales Fussballwetter prognostiziert. Ach Gott, es ist ja Karfreitag. Der jährliche Kirche Besuch war auch noch zu absolvieren. Vielleicht gibt’s ja einen Bonus von ganz oben für das abendliche Spiel. Und dann auch mit dem Sproß zum Tr

aining nach Hütteldorf. Nein, nicht nach St. Hanappi, nur in die Westside Soccer Arena zum Training der Viktoria Champions.

So, alles erledigt. Ostereier, Osterbraten und Osterhasen waren gekauft, Kirche besucht und Training beendet. Jetzt begann der wichtigste Part des Tages. Auf zur Wiener Viktoria!

Schon um 18.00 Uhr – eineinhalb Stunden vor Spielbeginn – herrschte großer Trubel am Platz. Die angekündigten kleineren Regengüsse vom Nachmittag waren vorbei. Zahlreiche Getränkestationen waren aufgebaut, ein angenehmer Duft von Grillerei

der einem bereits beim Eingang das Wasser im Mund zusammenlaufen ließ, und das laue Frühlingswetter waren Vorboten für einen gelungenen Fussballabend. Die Fans waren zahlreich am Weg zum Platz und die Stimmung war einfach großartig. Die letzten Fachmeinungen wurden diskutiert, die Bierfässer liefen auf Hochtouren und zahlreiche Bioschweine in Würstel Form durchliefen die Grillstation.

Auch die Vorbereitung für die Einlaufaktion lief auf Hochtouren. Luftballons wurden aufgepumpt, die kleinen vom Nachwuchs in die Dreßen gesteckt und die seeligen Nachwuchseltern schossen Foto um Foto. Die Kleinen durften mit den Kampfmannschaften einlaufen. Einen gelben und blauen Luftballon in der Hand – ein Solidaritätszeichen gegen das sinnlose Abschlachten in der Ukraine – und danach, als Friedenszeichen im Mittelkreis arrangierte weisse Rosen, an die am Platz anwesende Damenschaft zu verteilen. Durch die intensiven Vorbereitungen fiel kaum auf, dass sich der Himmel verfinsterte und die ersten Blitze am Horizont zu sehen waren. Es sei dahingestellt ob es sich bei dem androhenden Gewitter um die Rache von ganz Oben wegen des plasphemischen Einmal-im-Jahr Kirche Besuches, die Inakzeptanz von blau-gelben Luftballons durch  Obertyrann Vladimir oder einfach um ein verrücktes Aprilwetter handelte.

Auf jeden Fall hatten wir es dann ganz resch. Nach 5 Minuten begann es zu schütten aus vollem Rohr. Die Blitze blieben zum Glück etwas entfernt, aber die Wassermassen beeinträchtigen sowohl das Spiel als auch den Spaß am zuschauen enorm.

Aber jetzt Mal zum Spiel. Trotz des extrem ungemütlichen und störenden Wetters bemühten sich beide Mannschaften schnell ins Spiel zu finden. Es ergab sich ein durchaus rassiges und gefälliges Spiel in dem Beide sehr offensiv agierten und den Torerfo

lg suchten. Die größte Chance ergab sich dafür nach knapp einer halben Stunde für die Heimelf. Angriff auf der linken Seite, der Tormann verfehlt beim Rauslaufen den Ball und der Stürmer schaffte es nicht den Ball aus gut 16m im leeren Tor unterzubringen. Der Ball rollte um Millimeter am rechten Torpfosten vorbei. Entsetzen auf der Viktoria Bank, Erleichterung im gegnerischen Anhang. Weitere Groschancen blieben bis zur Halbzeit aber aus. Das nicht besser werdende Wetter trug seinen Teil dazu dabei, dass gutgedachte Aktionen am letzten Abspiel scheiterten.

Halbzeitpfiff! Alle suchten das Trockene!

In der zweiten Halbzeit übernahmen

die Gäste das Kommando. Unsere Burschen kamen stärker unter Druck und kamen immer öfters nur mehr zum Reagieren als zum Agieren. War die Reaktion zu langsam hielt uns ein überragender Tormann am Leben. Trotzdem lag nach einer Stunde plötzlich unsere Führung in der Luft. Ein harmloser Schuss könnte am nassen Terrain vom WSC Schlussmann nicht gebändigt werden, ging durch Hände und Füße Richtung Torlinie, konnte aber noch knapp vor dieser gebändigt werden. So kam es leider in der 70. Minute zum 0-1. Gegen einen schnell und präzise vorgetragenen Angriff und gegen einen perfekten Abschluss war auch unser Hexer im Tor chancenlos. Eine wirkliche Chance zum Ausgleich ergab sich bis zum Schluss nicht mehr.

Eine knappe Niederlage, nicht unverdient, aber überhaupt nicht not

wendig. Wenn wir die 2 Chancen hätten verwerten können, wären sogar 3 Punkte möglich gewesen. Ein Remis allemal. Leider zeigte sich, dass die Mannschaft, trotz guter Einstellung und toller kämpferischer Leistung, zur Zeit bei Schnittpartien immer den Kürzeren zieht. Es fehlt ein

Leader. Eine Persönlichkeit, die die ganze Mannschaft mitzieht. Einer der ein Spiel auch durch Einzelaktionen entscheiden kann und bei Rückstand Halt und Ruhe gibt, sowie die Ideen liefert.

Es war trotz Niederlage und Wetterkapriolen ein tolles Fußballfest in Meidling. Viele – ob Meidlinger oder Hernalser – diskutierten noch friedlich und freundschaftlich bis hin in die Morgenstund über das Spiel und Sonstiges. Es ist einfach schön, wenn 2 Mannschaften mit einer soooo tollen Fankultur aufeinandertreffen.

Am kommenden Sonntag sehen wir uns wieder bei den Admira Juniors in der Südstadt. Und dort holen wir, dass traue ich mir fast zu versprechen, 3 Punkte!!!

 

Bis bald Euer Gerhard

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